Ab dem 1. Januar 2026 wird die Zertifizierung von Hallensportanlagen Teil des überarbeiteten Qualitätssicherungssystems. Dieses System wurde im Rahmen von „Sportinfrastructuur“ von beteiligten Akteuren aus dem Sportbereich entwickelt, darunter NOC*NSF und der Verband „Sport und Gemeinden“ (VSG). „Veiligesportvloer“ ist Mitglied des VSG und verfolgt die Entwicklungen im Bereich Qualität und Sicherheit von Sportanlagen.

Die Zertifizierung umfasst mehrere Komponenten von Sporthallen. Im Folgenden konzentrieren wir uns speziell auf Sportböden.

Europäische und zusätzliche Normen

Innerhalb Europas gilt die Norm NEN-EN 14904 für die Eigenschaften von Sportböden. In den Niederlanden wurde die europäische Norm durch die NOC*NSF US1-15-Richtlinie für sporttechnische Anforderungen ergänzt. Im überarbeiteten Qualitätssicherungssystem bildet die europäische Norm weiterhin die Grundlage, und die bisherige NOC*NSF-US1-15-Richtlinie wird durch neue sporttechnische Anforderungen innerhalb des Qualitätssicherungssystems ersetzt.

Die zusätzlichen sporttechnischen Anforderungen gelten für Sportböden, die für den organisierten Sportbetrieb und Wettkämpfe genutzt werden, darunter Hallenfußball, Hallenhockey, Hallenvolleyball, Hallenbasketball, Handball, Badminton und Tischtennis.

Was bedeutet dies für bereits vorhandene Sportböden?

Bei bestehenden Sportböden ändert sich die technische Situation in der Regel nicht sofort. Für bestehende Sportböden gilt eine Übergangsfrist. Innerhalb dieses Zeitraums müssen die Eigentümer nachweisen, dass der Boden den geltenden Anforderungen entspricht.

In einigen Punkten sind die Vorschriften sogar weniger streng. So wird beispielsweise der maximale Glanzwert für Sportböden der Klasse 2 auf 20 Prozent angehoben. Der Eigentümer muss jedoch innerhalb von sieben Jahren nachweisen, dass der Sportboden den geltenden Normen entspricht. Dies erfolgt durch eine Prüfung durch eine anerkannte Prüfstelle.

 

Glanzmessung auf Sportböden

 

Was ändert sich in Bezug auf Sportböden und Neubauten?

Für Sportböden in neuen Anlagen gelten zusätzliche Anforderungen. Die Anforderungen an den Freiraum werden größer, und Sportplätze dürfen nicht zu dicht beieinander liegen. Dies bedeutet, dass die erforderliche Bodenfläche zunimmt. Parallele Markierungslinien müssen einen Mindestabstand von 5 Zentimetern zueinander aufweisen. Abweichungen, die früher noch toleriert wurden, sind im Rahmen des überarbeiteten Qualitätssicherungssystems nicht mehr zulässig. Bei Neubauprojekten empfehlen wir, sich rechtzeitig mit dem Sportbodenlieferanten abzustimmen und einen Markierungsplan erstellen und prüfen zu lassen. Eine neue Indoor-Sportanlage muss nachweislich die neuen Anforderungen erfüllen, um zertifiziert zu werden.

Für bestehende Sportanlagen gelten diese zusätzlichen Anforderungen nicht.

Wie sieht die neue Klasseneinteilung für Sportböden aus?

Die Bezeichnungen ändern sich, doch die Qualitätsanforderungen verschieben sich nicht eins zu eins. Es handelt sich um eine neue Einstufung, die sich an die europäischen Kategorien anlehnt. Bisher wurde auf dem Markt mit den Klassen 1, 2 und 3 gearbeitet, wobei Klasse 1 für die höchste Qualität stand. Diese Einteilung basierte unter anderem auf dem Glanzgrad und der Stoßdämpfung.

Die bisherige Gliederung ändert sich wie folgt:

  • Alte Klasse 1 –> neue Klasse 3
  • Klasse 2 – „>“ bleibt in Klasse 2
  • Alte Klasse 3 –> neue Klasse 1
  • Neue Klasse 0 EU –> – Mindestkategorie auf europäischer Ebene

Wer ist für die Instandhaltung und Verwaltung zuständig?

Die Verantwortung für die nachweisbare Erfüllung der Anforderungen liegt beim Eigentümer oder Betreiber der Anlage. Eine ordnungsgemäße Instandhaltung bleibt eine wichtige Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit eines Sportbodens. Ein Boden, der bei der Übergabe den Anforderungen entspricht, muss diese auch während der Nutzungsdauer weiterhin erfüllen. Neben regelmäßigen Inspektionen ist auch eine sorgfältige tägliche und regelmäßige Wartung erforderlich. Verschmutzungen, Abnutzung und unsachgemäße Nutzung können die Leistungsfähigkeit des Sportbodens beeinträchtigen.

Für Administratoren ist es wichtig, dass sie:

  • Wartungsdaten ordnungsgemäß zu erfassen
  • den Zustand der Sportböden und -anlagen zu überwachen
  • bei einer Sanierung oder einem Austausch die neuen Anforderungen zu berücksichtigen

Der Bodenbelag ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtqualität der Unterkunft und muss den Anforderungen entsprechen.

Um die Verwalter dabei zu unterstützen, nutzen wir Sportvloermanager365 . In diesem Kundenportal werden alle Daten zusammengeführt, darunter Messberichte, Sichtprüfungen, Fotos und Wartungsempfehlungen. Zudem erfassen wir hier die aktuellen Normen, sodass Sie stets einen Überblick über die Qualität des Sportbodens behalten.

Fragen Sie uns nach einem Beratungstermin

Gibt es Fragen zu den Änderungen in den Vorschriften? Wir kommen gerne bei Ihnen vorbei, um Ihnen diese zu erläutern.